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Dubai Reisebericht

Tagebucheinträge unseres Dubai-Stopovers vom 13. bis 15. Oktober 2001



Samstag, 13.10.2001

Heute ist also Urlaubsstart. Nach einer Nacht mit Halsweh (Susi) standen wir gemütlich um 7.30 Uhr auf, packten fertig, was noch recht lange dauerte und machten uns um 9.30 Uhr auf die Socken. Mit dem Zug ging's dann nach Pasing. Der Zug war recht voll mit vielen Ländlern und seltsamen Fußball-Fans. Mit der S-Bahn ging’s dann weiter zum Flughafen. Wir waren bereits um 11.30 Uhr dort, viel zu früh für unseren Flug um 15.45 Uhr. Am Flughafen bewachten Sicherheitskräfte mit großen Knarren die Büros der Airlines (wegen dem 11. September), eine solche Präsenz gab's in München noch nie. Wir kauften uns Cola und setzten uns in den Außenbereich eines Cafes. Um ca. 13 Uhr checkten wir dann ein, es war nicht viel los am Emirates-Schalter, die anderen Leute zog es dann doch mehr nach Rhodos, etc. Nachdem dann auch die Stunden des Wartens auf den Abflug vergangen waren, flogen wir pünktlich um 15.45 Uhr los. Der Flieger war unglaublich nobel: jeder Sitz hatte einen eigenen kleinen Bildschirm! So sahen wir uns verschiedene Spielfilme an, sahen durch die Außenkamera den Landeanflug, genossen leckerstes Essen (Lachs) und flogen und flogen und flogen. Nach ca. 6 Stunden kamen wir in Dubai an, warteten ewig auf unser Gepäck und wurden dann per Taxi ins Hotel gefahren. Jetzt ist es halb 2 Uhr, wir sind todmüde und gehen jetzt schlafen.

Sonntag, 14.10.2001

Wir mussten aufstehen, weil es nur bis halb 11 Frühstück gab – und was für eins – sehr lecker und vielseitig; es gab Croissants, Eier, Bohnenlasagne, Melone, Müsli, etc. Irgendwann waren wir so voll, dass wir aufhören mussten. Danach fuhren wir mit dem Aufzug aufs Dach und sahen uns den Swimmingpool an. Danach war Fotosafari angesagt. Das lief folgendermaßen ab: wir verließen das Hotel in der falschen Richtung, was wir zum Glück recht schnell merkten. Wir spazierten nach Deira, sahen uns einen Stoffsouq an, unter lustigem Holz-Schattendach, fanden dann den Dubai-Creek, den Meeresarm, der ein gutes Stück ins Landesinnere ging. Die Aussicht war schon cool: alte, abgefuckte, stinkende Flusstaxen, karrten laufend Leute hin und her, dahinter standen ziemlich fertige Motor-Dhaus ohne Segel und mit viel Graffel an Bord. Dahinter kamen dann schnieke Hochhäuser, in deren verspiegelten Fenstern sich der Fluss spiegelte. Auf der Straße waren fast nur Männer; die wenigen frauen, die unterwegs waren, waren meist total verschleiert oder Inderinnen in Saris. Wir schlenderten in der Gegend rum und besuchten das Dubai-Museum in einem alten Fort. Dort gab es Waffen und Musikinstrumente, ein traditionelles Sommerhaus aus Holzstecken und einen nachgebauten Souq aus den 50er Jahren zu sehen. Draußen war es sehr heiß, ca. 37°C. Wir nahmen ein Flusstaxi und fuhren auf die andere Seite des Creek. Dort latschten wir an einem Gruschthaufen, Anlegestelle genannt, entlang, wo Säcke mit Zucker und Resi, Kisten mit Cornflakes und Reifen auf den Abtransport warteten. Wir fanden einen Imbiss, wo wir auch draußen sitzen konnten und dem Treiben zusahen. Wir aßen Samosas und tranken Kokosmilch, sehr lecker, und machten dann eine Walking-Tour durch das noch mittagschlafende Deira. Lauter Gewürzgroßhändler waren in den seitenstraßen zu finden, es roch sehr lecker nach Kardamom. Danach fanden wir den Touri-Gewürzsouq, was ziemlich ätzend war, weil uns laufend die Verkäufer Safran andrehen wollten. Mittlerweile waren wir schon ziemlich erschöpft und mieteten uns für 50 Dirham ein Boot, welches uns eine Stunde lang den Meeresarm rauf- und runterfuhr, wobei längere Pausen unseres Fahrers zu Lasten unseres Programms gingen – so sahen wir den berühmten Golf-Club leider nur aus der ferne. Wir ärgerten uns aber nicht richtig darüber, es war trotzdem sehr schön. Wir ließen uns in Bur Dubai wieder absetzen und machten uns auf die Suche nach einem Abendessen, was sich relativ schwierig gestaltete. Die Imbisse waren entweder ungemütlich oder das Essen sah nicht lecker aus oder die Restaurants sahen sehr teuer aus. Schließlich fanden wir einen libanesischen Umbiss, Tische und Stühle standen draußen, wir ließen uns von der großen Straßenkreuzung nicht weiter stören und mampften Chicken-Schawarma, tranken frisch gepressten Ananas- und Papayasaft und schauten einem Drachen an einem großen Gebäude ("Dragon-house") dabei zu, wie er mit Rauch aus seinen Nasenlöchern Figuren umbließ. Wir gingen durch die immer noch sehr belebten Straßen zurück zum Hotel und kauften noch ein Wasser in einem Supermarkt. Jetzt sind wir total groggy, trinken noch Tee auf unserem Zimmer, haben den Fernseher inzwischen auch wieder ausgeschaltet und gehen jetzt dann ins Bett. Im Fernsehen haben wir noch einen Orang-Utan-Film mit Julia Roberts angeschaut, CNN-Nachrichten über den "Kampf gegen den Terrorismus" gesehen und die Wettervorhersage für die ganze Welt genossen. Der Mario duscht sich gerade den Wüstenstaub runter, der Schweiß wird dann auch weggehen und der Malo ganz weiß aus der Dusche kommen. Er hatte heute schon ein rotes Gesicht, mal sehen, was das Duschen so bringt. Ich schreib schon lauter Scheiß vor Müdigkeit, rotzel den Arabern die Kleenex-Tücher voll und hoffe, dass ich morgen weniger Rotz in den Ohren habe. Der erste Urlaubstag war sehr anstrengend und sehr schön.

Marios Ergänzungen:

So steht es geschrieben und so war es auch. Außerdem haben wir 200,- DM gewechselt (1 DM=1,72 Dh, im Hotel 1,42) und ich finde, dass Dubai im Großen und Ganzen nicht so nobel ist wie ich mir das vorgestellt hatte, vielleicht waren wir ja (noch) nicht in den richtigen Ecken der Stadt?! Jedenfalls fahren hier haufenweise billige Japaner-Autos durch nicht gerade schöne Straßen ... Lustig fand ich auch, dass an jedem nicht zubetonierten Stückchen der Sand rauskommt (Parkplätze, Baugruben, etc.) Bei der Susi, die jetzt auch endlich im Bett liegt, da piepst es - vergeblich Versuche, den Weckalarm anzustellen ... scheint so, als ob ich morgen ausschlafen kann

Montag, 15.10.01

Wir mussten aufstehen, weil wir heute zum Strand fahren wollten. Wir futterten leckeres Frühstück und ließen uns dann mit dem Hotelbüsle zum Strand fahren. Dort hängten wir dann ab bis 14 Uhr, badeten in sehr warmem Meer, rückten weiter mit dem Schatten einer sehr kleinen Palme und relaxten, so gut es bei der Bruthitze irgandwie ging. Danach schleppten wir uns zu einem Shopping-Center und brachten dort unseren Flüssigkeitshaushalt mit Cola und Wasser wieder in Ordnung. Dazu futterten wir einen sehr leckeren Hamburger mit knusprigen Pommes-like-Kartoffeln und genossen die kühle Air-Condition. Danach nahmen wir einen Bus in Richtung Jumeira Beach Hotel, das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Erst sah es recht unspektakulär aus, weil Dunst und blendende Sonne den Eindruck schmälerten. Wir latschten auf die andere Seite des Hotels, der Strand war vollgebaut mit Hotels, aber wir fanden einen Strandzugang über eine Baustelle jetzt war es wirklich beeindruckend, der Weg hatte sich wirklich gelohnt.

Danach fuhren wir wieder in die Stadtmitte, der Bus war nicht wirklich voll, aber es wurden einfach Leute an den Haltestellen stehengelassen, weil der Bus sonst wohl zu voll geworden wäre. Interessant war auch, dass die vorderen Sitze im Bus für Frauen reserviert waren eine Plexiglasscheibe an der letzten Sitzreihe begrenzte den Bereich.

Abends gingen wir noch in ein Shopping-Center, was uns nicht gerade beeindruckte; es war aber lustig, dass in einem Cafe an zwei Tischen nur Männer mit Nachthemden-Scheich-Klamotten und dem Kopftuch mit schwarzen Bändeln saßen.

Zurück im Hotel warteten wir am Swimming-Pool, bis die Jungs, die einen Riesenwirbel machten, den Pool verließen. Danach badeten wir eine Runde, duschten uns und lasen Tansania-Reiseführer. Jetzt müssen wir noch packen, denn morgen früh um 5.55 Uhr werden wir abgeholt und zum Flughafen gefahren. Heute war wieder ein schöner Tag, wir sind schon gespannt, wie es in Tansania wird.

Marios Ergänzungen:

Malo's Motto für den Tag: lieber rot als tot... Wir haben am Strand im Schatten recht viel Sonne abbekommen, aber auch wenn unsere Rücken ein bisschen rot wurden, ist sonst alles im grünen Bereich. Ach ja, das mit dem länger schlafen hat geklappt, der Wecker war auf 20.30 Uhr eingestellt und hat uns folglich nicht geweckt - die Susi ist dann aber doch so aufgewacht (9.00 Uhr)

ENDE



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